Das Forschungskolloquium des IZP findet jeweils am letzten Dienstag im Monat ab 18.00 Uhr, sowie an ausgewählten Zwischenterminen, im Seminarraum des IZP (Franckeplatz 1, Haus 24) statt.
Aktuelle Termine:
25.-27. November 2010
Franckesche Stiftungen, IZP, Historisches Waisenhaus, Haus 1, Amerikazimmer
"Wo gingt ihr hin, wo kamt ihr her, ihr grünenden Gebeine?" – Nachleben und Nachwirken Nikolaus Ludwig von Zinzendorfs (1700-1760) im 18. und 19. Jahrhundert
Interdisziplinäre Tagung zu Zinzendorfs Wirkungs- und Rezeptionsgeschichte anlässlich seines 250. Todestages, ausgerichtet von der Evangelischen Brüderunität Herrnhut und dem Interdisziplinären Zentrum für Pietismusforschung
Unstrittig gehörten Nikolaus Ludwig Reichsgraf von Zinzendorf und Pottendorf und die von ihm ins Leben gerufene Herrnhuter Brüdergemeine zu den kulturgeschichtlich wirkmächtigen, dabei durchaus auch umstrittenen Erscheinungen des 18. Jahrhunderts, deren Nachleben und Nachwirken bis in das 21. Jahrhundert spürbar sind. Fachwissenschaftliche Blicke auf Zinzendorfs Bedeutung für Theologie, Frömmigkeits- und Missionspraxis, für Literatur und Musik, auf seine Stellung und Bewertung in der Historiographie der Brüdergemeine sowie schließlich auf konkrete Reaktionen der Zeitgenossen auf Zinzendorfs Tod wollen ein facettenreiches, wirkungs- und rezeptionsgeschichtlich perspektiviertes Bild des 'Grafen ohne Grenzen' bieten.
Kontakt: PD Dr. Christian Soboth, christian.soboth@pietismus.uni-halle.de
Zu vergangenen Tagungen vgl. das Archiv.
siehe Theologische Fakultät, Institut für Historische Theologie
02. Juli 2010, Franckeplatz 1, Haus 24, Seminarraum EG
Familie sein umso mehr.
Auf- und Untergänge einer Sozialform im 18. Jahrhundert
Lesung und Lichtbildervortrag.
Gemeinsame Veranstaltung des IZP und des Exzellenznetzwerks "Aufklärung – Religion – Wissen" zur Langen Nacht der Wissenschaften 2010
Ob Haarnadel oder Pistole, Gift oder Kerker: Der Weg der Familie durchs 18. Jahrhundert war nicht nur mit Rosen bedacht, sondern auch von Blut getränkt. Die frühmoderne, synthetisch-synergetische Sozialform des Ganzen Hauses zerfällt: Familiäre Intimität und öffentliche Geselligkeit, Leben und Arbeiten finden nicht mehr unter einem Dach statt. Das diesen Umschichtungen verbundene emotionale Wirrwarr – Liebesheirat oder Zweckehe, leidenschaftlicher Herzenswunsch oder planvolles Aufstiegsdenken – geht für die Beteiligten, Männer wie Frauen, Alte wie Junge, Adlige wie Bürger, nicht ohne Blessuren an Leib, Seele und Geist ab. An literarischen Beispielen sollen Untergänge der Familie vorgeführt werden. Für lichte Aufgänge sorgen bildkünstlerische Darstellungen familiärer Idyllen mit Hund und Kreisel, Buch und Cembalo.
Ausführende:
Viktoria Franke, Rainer Godel, Christian Soboth
Zu vergangenen Veranstaltungen vgl. das Archiv.